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Dienstag, 13. Mai 2014
Wenn die Füße schwitzen...

Schweißfüße? Fußgeruch? Viele Menschen leiden darunter, doch meist ist dieses Thema tabu. Die vermehrte Fußschweißbildung ist eine sehr weit verbreitete Erscheinung. Die Ursache ist eine verstärkte, meist funktionelle Überfunktion der ekkrinen (nach außen absondernden) Schweißdrüsen, die wir an der Fußsohle ebenso wie an den Handflächen vorfinden. Dabei ist bei diesem Problem die fachliche Beratung gefordert, denn oft sind die Ursachen für übermäßige Schweißbildung (Hyperhidrosis) in organischen oder hormonellen Störungen zu finden, was eine Behandlung der Grunderkrankung voraussetzt. Eine differenzialdiagnostische Abklärung und die Aufstellung eines Therapieplanes, letztendlich die Verordnung von Medikamenten, sollte ärztlicherseits erstellt werden. Begünstigt wird die Fußschweißbildung und ihre negativen Begleiterscheinungen durch geschlossenes Schuhwerk, Kunststoffsocken und mangelnde Luftzirkulation. Die dadurch verursachte Ausscheidung von Flüssigkeit im Bereich der Fußsohle führt letztendlich zur Mazeration (Erweichung) der Haut. Zu den äußerst ungünstigen Umständen kommt die Besiedlung mit Keimen, die dem Schweiß einen säuerlichen Geruch verleihen. Kommen Bakterien hinzu, wird der Geruch erheblich penetranter. Die Bakterien zersetzen die übernässte Hornschicht der Fußsohle und die freigesetzten Substanzen verursachen den üblen Geruch. Das Ergebnis ist eine aufgeweichte, zerfressen aussehende Fußsohlenhaut. Logischerweise ist diese vorgeschädigte Fußsohlenhaut kein natürlicher Schutz mehr und begünstigt die Infektion mit Fußpilzen und anderen Bakterien. Die Symptome können durch gezielte Behandlung und Aufklärung über geeignete Verhaltensmaßnahmen deutlich gelindert werden. Der mit dem Schweißfuß häufig einhergehende Fußgeruch ist in jedem Fall vermeidbar!

Was tun, wenn es riecht?
Schweiß ist geruchlos. Erst die Zersetzung durch Mikroorganismen, welche die Haut besiedeln, lässt unangenehm riechende Verbindungen entstehen: Ein einfaches Gegenmittel ist deshalb: den Schweiß abwaschen, bevor die Zersetzung fortgeschritten ist. Spezielle Fußbadezusätze sind dafür vorzuziehen, da sie mild reinigen und pflegen. Leider hält die Wirkung des Waschens nur eine begrenzte Zeit an, denn Bakterien finden aus tieferen Hautfalten sowie Schuhen und Strümpfen immer wieder ihren Weg auf die Hautoberfläche. Deodorants unterbinden die Zersetzung von Schweiß durch bakterienhemmende oder -tötende Substanzen. Zudem enthalten sie meist Duftstoffe, die den Schweißgeruch überdecken, aber auch über die Psyche wirken: Ein als angenehm empfundener Eigengeruch gibt Sicherheit. Vielfach werden ätherische Heilkräuter-Öle in deodorierenden Cremes, Lotionen und Sprays eingesetzt, da sie neben dem Duft auf natürliche Weise bakterizid wirken.
Schweißhemmer (Antitranspirantien) enthalten in erster Linie saure Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen verengen. Ein völliger Verschluss kann jedoch zu Schweißdrüsenabszessen führen. Abgeschlossene Drüsenkammern sind eine ideale Brutstätte für Keime. Von der ständigen Anwendung ist deshalb abzuraten. Da Schweißdüsen nachts weniger aktiv sind, benutzt man Antitranspirantien am besten am Abend und nur auf gereinigter Haut.

Tipps gegen Schweißfüße

Bei starkem Schwitzen mit verstärkter Hygiene zu reagieren ist richtig. Doch Achtung: Zum Waschen Kaltwasser mit desodorierende Seifen oder bzw. Fußbadezusätze verwenden, um eine optimale Reinigung und Pflege der Haut zu gewährleisten. Nach dem Waschen mit rückfettenden Cremes oder Lotionen die Haut pflegen! Kombinationspräparate desodorieren gleichzeitig, alternativ Puder oder Deospray anwenden. In hartnäckigen Fällen eine Intensiv-Creme anwenden. Lockerer und luftige Kleidung, täglich frische Socken anziehen, am besten aus Baumwolle, da sie bei höherer Temperatur gewaschen werden können. Schuhe - und wenn nötig auch die Socken - mehrmals am Tag wechseln.  Lassen Sie Luft an Ihre Füße: So oft wie möglich auf Schuhe verzichten, sonst offene oder luftdurchlässige Modelle wählen. Fußbekleidung aus Synthetik meiden! Natürliche Materialien wie Leder, Leinen, Wolle oder Baumwolle nehmen den Schweiß auf und leiten Feuchtigkeit an die Umgebung weiter. Keine Gummistiefel oder Kunststoffsohlen tragen, sondern Ledersohlen und perforiertes Oberleder Schuhwerk öfter wechseln und lüften. Bestimmte Nahrungsmittel wie Kaffee, Tee und Alkohol vermeiden, auf scharfe Gewürze verzichten. Stressfaktoren vermeiden. Fußgymnastik zur Steigerung der Durchblutung.

Therapiemöglichkeiten

Physikalische Verfahren wie Iontophorese bieten hohe Erfolgsaussichten. Eine flache mit Wasser gefüllte Plastikwanne und Edelstahlplatten als Elektroden dienen dazu, einen schwachen Gleichstrom direkt an die Fußsohle zu leiten. Die Füße stehen dabei auf einem Gitter, um die Umspülung zu gewährleisten. Die Dauer der Einzelanwendung liegt etwa bei 30 Minuten täglich. Aber auch Autogenes Training insbesondere bei Schweißfüßen infolge emotionaler Belastungsfaktoren ist in einzelnen Fällen bereits erfolgreich durchgeführt worden. Da Schweißfüße häufig als unangenehm empfunden werden und somit einen zusätzlichen Stressfaktor darstellen, entsteht ein Circulus vitiosus (gleichzeitig bestehende Krankheitsprozesse, die sich gegenseitig ungünstig beeinflussen), der durch Entspannungstechniken gelöst werden kann. Pharmakologische Behandlungen sind oft mit Aluminiumsalzen (z. B. essigsaure Tonerde) oder synthetischen Gerbstoffen sehr hilfreich. Aber auch Salbei, Eichenrinde und Rosmarinzubereitungen wirken sich positiv auf den Schweißfuß aus.
 

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